Biographien - Medientipps von uns gelesen + empfohlen

Der Daxei - Sepp Daxenberger 1962-2010: Lebenszeugnisse
Heike und Hans Mayer haben ein sehr liebevolles Buch über den Privatmenschen und Politiker Sepp Daxenberger zusammengestellt. Seine Devise "Als guter Politiker muss man die Menschen mögen und sie das auch spüren lassen" zeigt seine Einstellung, die im gesamten Buch und in den vielen Photos spürbar wird.
EGr

Jörg Hube: Herzkasperls Biograffl
hrsg. von Eva Demmelhuber
Die Biografie ist eine überaus lesenswerte Hommage an den großen
2009 verstorbenen Schauspieler, Regisseur, Kabarettisten und Sprecher Jörg Hube. Viele Weggefährten, die ihn liebevoll skizzieren, kommen darin zu Wort. Das Buch enthält auch viele eigenen Texte Jörg Hubes, sodass die Biografie eine wahre Fundgrube ist. Seine Paraderolle war der Herzkasperl und in dieser Rolle sagt Jörg Hube selbst: „Der Herzkasperl ist ein Anarchist, einer der keine Bomben schmeißt,
sondern dessen Kopf eine Bombe ist.“
Begleitend empfehlenswert ist eine große Ausstellung zu Jörg Hube in der Monacensia in München vom 09.12.2011 bis zum 08.06.2012
SDe

Sarah Kaminsky: Adolfo Kaminsky - Ein Fälscherleben
Sarah Kaminsky, Schauspielerin und Drehbuchautorin, ist die Tochter von Adolfo Kaminsky. Sie hat ein Buch über das Leben ihres Vaters geschrieben. 1925 wurde Adolfo Kaminsky als Sohn jüdischer Russen im Exil in Argentinien geboren. Mit 5 Jahren zieht die Familie in die Normandie. Kaminsky war 15 Jahre alt, als seine Mutter von den Nazis ermordet wurde. Seine Schwester, sein Bruder und sein Vater überleben das französische Lager Drancy nur durch Glück - jedoch ist ab diesem Zeitpunkt jeder auf sich alleine gestellt. Adolfo Kaminsky hat sich durch sein Interesse für Chemie und Photographie ein fundiertes Wissen über das Fälschen von Pässen und Dokumenten angeeignet. So wurde er im Zweiten Weltkrieg französischer Widerstandskämpfer.
Auch nach dem Krieg ist Kaminsky weiterhin als Fälscher für die verschiedensten Freiheitsbewegungen aktiv. Erst im Alter von 50 Jahren - als er trotz seiner extremen Vorsicht, das Gefühl hat, enttarnt zu werden - gibt er diese Tätigkeit auf und gründet eine Familie.
EGr

Hugues de Montalembert: Der Sinn des Lebens ist das Leben
Hugues de Montalembert berichtet von seinem Leben, das er trotz seiner Blindheit sehr genießt. Der Maler und Fotograf lebte Ende der siebziger Jahre in New York. Er war viel auf Reisen und sein ganzes Leben hat sich als Künstler natürlich um das Sehen gedreht. Einbrecher spritzten ihm eines Abends Farblöser in die Augen, wodurch er innerhalb weniger Stunden blind wurde. Nach längeren Klinik- und Rehaaufenthalten hat er es aber geschafft, sein Leben in die eigenen Hände zu nehmen und selbständig zu bleiben: "Entscheidend ist, sich nicht unterkriegen zu lassen, nicht negativ zu denken, nicht aufzugeben, egal was passiert, sondern immer aus dem Inneren heraus einen Ausweg zu finden."
EGr

Fausia Kufi: Nur eine Tochter - eine Frau verändert Afghanistan
Fausia Kufi wurde 1975 in Badachschan im nordöstlichsten Teil von Afghanistan geboren. Sie erzählt von ihrer Kindheit: ihr angesehener Vater wird von Mudschahedin ermordet und die Mutter flieht mit ihren Kindern nach Kabul. Fausia ist die einzige Tochter in der Familie, die in die Schule gehen darf. Sie hat einen sehr starken Willen. Sie nimmt ein Medizinstudium auf, so lange, bis die Taliban das Studium von Frauen verbieten. Sie heiratet Hamid, den sie liebt und bekommt zwei Töchter. Ihr Mann stirbt früh an den Folgen von Folter während ungerechtfertigter Gefängnisaufenthalte. Fausia selbst erkennt ihre Berufung und geht in die Politik, wo sie sich für viele wichtige Probleme einsetzt und vor allem die Rechte von Frauen und Kindern stärken will.
EGr

Sebastian Schlösser: Lieber Matz, Dein Papa hat 'ne Meise - Ein Vater schreibt Briefe über seine Zeit in der Psychiatrie
Sebastian Schlösser ist 27, als er mit der Diagnose "manisch-depressiv" in die Psychiatrie kommt. Wie die Krankheit sein (Er-)Leben verändert, ihn an seine Grenzen und die aller Umstehenden bringt und wie schwer es für ihn ist, sich in ein "ganz normales" Leben zu finden, schreibt er mutig und offen in dieser Briefesammlung an seinen 8jährigen Sohn. Denn es ist genau die Liebe zu seinem Sohn, die ihm immer wieder die Kraft gibt, durchzuhalten und "seine Meise einzufangen".
BGr

Alois Prinz: Der Brandstifter - Die Lebensgeschichte des Joseph Goebbels
Diese als Jugendbuch im Beltz & Gelberg-Verlag erschienene Biographie des Rosenheimer Literaturpreisträgers Alois Prinz, ist auch für Erwachsene sehr zu empfehlen.
Der Autor zeichnet wieder sehr fundiert - vor allem anhand der Tagebücher und weiterer unveröffentlichter Schriften - den Lebensweg und die Entwicklung Joseph Goebbels nach: Herkunft, Jugend und Studium, Frauen, Familie und politische Karriere des Chefpropagandist des NS-Regimes.
Wie wurde der begabte junge Mann aus katholischer Familie, ausgestattet mit einem ausgeprägtem sozialen Empfinden, zum rigorosen Verführer der faszinierten Massen?
Eine eindringliche, informative und gut lesbare Biographie.
EGr

Andreas Altmann: Das Scheißleben meines Vaters, das Scheißleben meiner Mutter und meine eigene Scheißjugend
Der Titel ist ja schon sehr drastisch und etwas "gewöhnungsbedürftig" - der Text jedoch ist absolut lesenswert.
Andreas Altmann - preisgekrönter Reisejournalist - erzählt von seiner Kindheit und Jugend, in der er unsagbar unter der Tyrannei und Quälerei seines Vaters gelitten hat. Seine Mutter wollte ihn noch im Kindbett ersticken; sein Vater, ein ehemaliger SS-Mann, tyrannisiert und prügelt die ganze Familie.
Das Buch zeigt analytisch und packend, welche langfristigen seelischen und körperlichen Schäden Kinder nehmen, die mit Gewalt und Lieblosigkeit aufwachsen müssen.
EGr

Andy Kirkpatrick: Psycho Vertikal - Wenn Klettern zum Leben wird
Was bringt einen Menschen dazu, immer wieder in neue, möglichst waghalsige Klettertouren einzusteigen? Andy Kirkpatricks Bericht von seiner Alleinbegehung der "Reticent Wall" im Yosemite Park, einer der schwersten Kletterrouten der Welt, und verschiedener anderer alpiner Winterbergtouren liest sich spannend wie ein Krimi und ist gleichzeitig ein Bericht aus einer anderen Welt: eine Welt, in der nur dieser eine Augenblick zählt, der nächste Zug und in der eine Sekunde über Leben oder Tod entscheiden kann.
BGr

Willi Winkler: Der Schattenmann
Von Goebbels zu Carlos: Das mysteriöse Leben des Francois Genoud
Der Schriftsteller, Übersetzer und Literaturkritiker der Süddeutschen Zeitung Willi Winkler hat sich fünf Jahre auf die Spur von Francois Genoud begeben, dem Schweizer Bankier, überzeugtem Nationalsozialisten und Unterstützer arabischer Terroristen. Sein Buch „Der Schattenmann“ liest sich spannend wie ein Krimi mit einer Fülle von zeitgeschichtlich interessanten Details. Genoud, der frühzeitig die Urheberrechte am Werk von Joseph Goebbels erwarb, arbeitete immer im Hintergrund als Strippenzieher, sei es bei der Unterstützung von Kriegsverbrechern wie Klaus Barbie oder Adolf Eichmann, sei es als Unterstützer von palästinensischen Terroraktionen
Ergänzend dazu ist gerade die aktuelle Lebensgeschichte des Rosenheimer Literaturpreisträgers Alois Prinz erschienen mit dem Titel „Der Brandstifter“.
SDe

Hans Keilson: Da steht mein Haus - Erinnerungen
Der Arzt und Schriftsteller
Hans Keilson starb im Mai 2011 im Alter von 101 Jahren. Jetzt wurden einige seiner Bücher wieder neu aufgelegt. Bereits 1933 veröffentlichte er seinen ersten Roman "Das Leben geht weiter", der von den Nazis verboten und erst fünfzig Jahre später wieder aufgelegt wurde.
In "Da steht mein Haus" erzählt er von seinem Leben als Schriftsteller, Jazztrompeter, Sportlehrer, Mediziner und Psychoanalytiker. 1936 emigrierte er in die Niederlande, wo er auch bis zu seinem Lebensende wohnte.
EGr

Michail Chodorkowski: Briefe aus dem Gefängnis
Michail Chodorkowski ist eine der umstrittensten Persönlichkeiten Russlands. Regimegetreu aufgewachsen, in spätsowjetischen Zeiten durch Ölgeschäfte skrupellos kapitalistisch zum reichsten Mann Russlands geworden, wandelt er sich nach der Krise des Rubels 1999 zum modernen Konzernchef, der sich für seine Belegschaft und gegen staatliche Korruption einsetzt sowie mehrere caritative Projekte für die Bevölkerung gründet. 2005 wird er durch die Regierung Putin ins Gefängnis "verbannt". Er nutzt seine eingeschränkten Möglichkeiten für intensive Briefwechsel und schriftliche politische Diskurse mit bekannten russischen Persönlichkeiten. Leidenschaftlich wendet er sich gegen den Rechtsnihilismus in seinem Land und entwickelt weitreichende, ganz konkrete Visionen, wie Russland den Weg zu einem offenen freiheitlichen Staat schaffen kann, in dem es nicht nur der Obrigkeit gut geht. Die Briefwechsel und seine Essays sind in diesem höchst interessanten Buch abgedruckt.
BGr

Karl Rabeder: Wer nichts hat, kann alles geben - wie ich meine Reichtümer gegen den Sinn des Lebens eintauschte
Der Österreicher
Karl Rabeder hat sich aus einer einfachen Kindheit zu einem höchst erfolgreichen Unternehmer hochgearbeitet. Jedoch merkte er nach einiger Zeit, dass sein Leben in die falsche Richtung läuft und er keinen Sinn mehr hinter seinem hektischen Leben einerseits und dem Luxus andererseits finden kann. Er verkauft seine Firma, seine beiden Häuser und sucht sich ein sinnvolles Betätigungsfeld. Er gründet die Initiative
MyMicroCredit und hält Vorträge und Seminare.
EGr

Bernd Siggelkow und Wolfgang Büscher: Papa Bernd - Arche-Gründer Bernd Siggelkow - ein Leben für die vergessenen Kinder
Bernd Siggelkow ist mit wenig Liebe und Unterstützung aufgewachsen, seine Kindheit war von Armut und Straßenleben geprägt. In diesem Buch beschreibt er, wie er trotzdem seinen Weg findet, niemals Hoffnung, Mut und Glauben verliert und Jahre später selbst ein Projekt für hilfsbedürftige Kinder gründet. Die bewegende Geschichte eines Mannes, die zeigt, was ein einzelner anzustoßen vermag: heute betreut "Die Arche" in mehreren Städten täglich über 1.000 Kinder!
BGr

Achill und Aaron Moser: Über die Alpen nach Italien - zu Fuß 1500 Kilometer auf den Spuren Heinrich Heines
Vater und Sohn Achill und Aaron Moser machen nach Aarons Abitur eine gemeinsame große Wanderung von München über Genua nach Florenz. Sie folgen dabei Heinrich Heines Route von 1828, die er mit der Postkutsche genommen hat. Für beide ist es eine tolle Erfahrung, die 1500 km zu Fuß zu bewältigen. Wunderschöne Strecken wechseln sich mit überaus anstrengenden und eintönigen Wegen entlang der Straße ab. Meist ist es sehr heiß, ab und zu setzt ihnen aber auch ein heftiges Gewitter zu. Für Abwechslung ist auf dieser Reise auf jeden Fall gesorgt.
http://www.achillmoser.de/
EGr

Tino und Antje Käßner: Wofür wir kämpfen - Wie der Krieg in Afghanistan unser Leben veränderte
Tino Käßner arbeitet bei der Bundeswehr und ist drei Mal im Einsatz in Afghanistan. Die humanitäre Hilfe steht für ihn im Vordergrund. Doch was als humanitärer Einsatz der Bundeswehr begann, wird heute offen als Krieg bezeichnet.
Tino Käßner hat durch einen Selbstmordanschlag seinen rechten Unterschenkel verloren. Sein Freund und Vorgesetzter Stefan Deuschl beide Beine. Doch Tino und seine Frau Antje nehmen die Herausforderung an, das Beste daraus zu machen.
Ein aufrüttelndes Buch, das Einblick in die Auslandseinsätze der Bundeswehr gewährt und zeigt was mit den Menschen dahinter passiert.
EGr

Fabio Geda: Im Meer schwimmen Krokodile
Mit Hilfe des italienischen Autors Fabio Geda erzählt der junge Afghane Enaiat seine Odysse, die mit der Flucht aus Afghanistan beginnt. Enaiat ist 10 Jahre alt, als ihn seine Mutter über die Grenze nach Pakistan bringt, damit sich wenigstens eines ihrer Kinder den Fängen der Taliban entziehen kann. Sein jahrelanger Weg führt ihn über den Iran, die Türkei und Griechenland nach Italien. Mutterseelenallein schlägt er sich mit Arbeit auf dem Bau durch das Leben. Schlepper helfen ihm, machen ihm aber auch zusammen mit der Polizei das Leben schwer. In Italien findet er sich im Hafen von Venedig wieder, reist nach Rom und findet schließlich in Turin Menschen, die sich für ihn einsetzen.
Ein anrührendes Buch, das die gefahrvollen und schwierigen Stationen dieser lebensgefährlichen "Reise" beschreibt.
EGr

Conor Grennan: Little princes - meine Suche nach den verlorenen Kindern von Nepal
Dieses Buch vom Eichborn-Verlag ist ein kleines Juwel! Der Einband ist wunderschön und ebenso geht der Inhalt sehr zu Herzen!
Conor Greenan macht sich 2004 zu einer Weltreise auf. Nur um bei seinen Eltern und Freunden Eindruck zu schinden, hat er am Anfang einen dreimonatigen Aufenthalt in einem Waisenhaus in Nepal eingeplant. Nach seiner Weltreise lies ihn das Schicksal und die Liebe zu den nepalesischen Kindern wieder zurückkehren. Mit viel Enthusiasmus hat er ein eigenes Waisenhaus gegründet; er versucht die "verlorenen Kinder" wieder mit ihren Familien zusammenzuführen.
http://www.nextgenerationnepal.org/

Holger Senzel: Arschtritt - Mein Weg aus der Depression zurück ins Leben
Holger Senzel ist Journalist beim NDR. Er war in verschiedenen Krisengebieten tätig und hat 5 Jahre als Korrespondent für die ARD in London gelebt und gearbeitet. Dort hat er auch versucht, sein chaotisches und depressives Leben in den Griff zu bekommen. Er hatte bereits mehrere Therapien hinter sich, die ihm aber nicht wirklich weitergeholfen haben.
Erst als er selbst versucht hat, sein Leben wirklich zu verändern und zu sich selbst zu finden, indem er für sich 13 verschiedene Regeln aufgestellt hat, gelang es ihm, sein Leben in die richtige Richtung zu lenken.
EGr

Diana Nahser: Töchterland - die Geschichte meiner deutsch-afghanischen Familie
Diana Nasher erzählt die Geschichte ihrer Mutter und ihrer Großmutter und natürlich ihre eigene. Sie wurde 1953 geboren und wuchs in Kundus auf. Nach der Schulzeit studiert sie in Prag Medizin und lässt sich später als Ärztin in Deutschland nieder.
Sie macht sich in ihrem Buch auf Spurensuche nach dem Leben ihrer Großmutter Elisabeth Wolff, die 1906 in Deutschland geboren wurde und sich in einen afghanischen Studenten verliebt. Nach einigen Jahren des Wartens macht sich Elisabeth 1932 auf die weite Reise ins unbekannte Afghanistan auf. Ein Leben, das immer abhängig ist von den politischen und gesellschaftlichen Umständen erwartet sie mit vielen Überraschungen.
EGr

Wolfgang Büscher: Hartland
Zu Fuß durch Amerika von Kanada bis Mexiko? Der bekannte Reiseschriftsteller und Autor der "Zeit" hat es gewagt. Entstanden ist dabei ein Reisedokument besonderer Art. In unnachahmlicher Weise versteht Büscher es, vor dem inneren Auge des Lesers die unendlichen Weiten lebendig werden zu lassen. Verflochten mit geschichtlichen Ereignissen und unkommentierten eigenen Erlebnissen reift dadurch ein neues Verständnis für Amerika und die Amerikaner - ein echter Lesegenuss!
BGr

Tiziano Terzani: Meine asiatische Reise
In diesem Bildband hat der Sohn des langjährigen Spiegel-Asienkorrespendenten Tiziano Terzani Schwarz-Weiß-Fotografien der zurückliegenden 30 Jahre mit passenden Texten aus Terzanis Büchern zusammengestellt. Sie bilden ein faszinierendes Dokument einer vergangenen asiatischen Welt und sind ebenso Zeugnis der persönlichen Entwicklung dieses Mannes: von den Anfängen als Journalist im Vietnamkrieg bis zu seiner Zeit als Einsiedler im Himalaya. Berührende Bilder und kluge Zitate.
BGr

Barbara Pachl-Eberhart: Vier minus drei
Bei einem Autounfall verliert Barbara Pachl-Eberhart ihren Mann und ihre zwei kleinen Kinder. Wie schafft man es, nach einem solchen Schicksalsschlag überhaupt weiterzuleben? In diesem Bericht schildert die Autorin sehr offen ihr Erleben und ihre Gefühle der Zeit danach. Wie sie Trauer, Wut und Verzweiflung durchlebt, die ihr Leben lähmen, aber auch, wie sehr sie von Freunden und Bekannten durch diese Zeit begleitet und getragen wird und schließlich den Weg zu einem neuen Anfang findet. Ein sehr berührendes Buch, das den Blick auf die eigene Welt und das Leben verändern kann. Ein Buch, das Mut machen will, "Ja" zum Leben zu sagen, was auch immer geschehen mag.
BGr

Liz Murray: Als der Tag begann
Es ist sehr beeindruckend und motivierend, wie sich
Liz Murray aus dem Sumpf ihrer Kindheit herausgearbeitet hat. Beide Eltern sind drogensüchtig. Von Sozialhilfe lebend sind sie keinerlei Stütze für die beiden Töchter. Im Gegenteil: die Kinder mussten sich frühzeitig auf die eigenen Beine stellen und für die Eltern sorgen. Viel zu viel Verantwortung für ein unsicheres und labiles Kind. Liz Murray landete auf der Straße, ging nicht mehr zur Schule, ihre Mutter starb an Aids. Irgendwann hat Liz Murray jedoch verstanden, dass sie ihr Leben in die eigene Hand nehmen muss, dass nur sie selbst für sich verantwortlich ist. Mit viel Ehrgeiz schaffte sie ihren Schulabschluß und erhält ein Stipendium der New York Times für Harward. Heute arbeitet sie als Motivationstrainerin.
EGr

Nick Vujicic: Mein Leben ohne Limits
Nick Vujicic ist ohne Arme und Beine auf die Welt gekommen. Unter dem Motto "Wenn kein Wunder passiert, sei selbst eins!", hat er sein Leben in den Griff bekommen und motiviert jetzt andere Menschen, mit ihren Problemen fertig zu werden und sie zu überwinden. Er treibt Sport, reist viel und hält auf der ganzen Welt Vorträge.
EGr

Urmila Chaudhary: Sklavenkind
Verkauft, verschleppt, vergessen - Mein Kampf für Nepals Töchter
Urmila Chaudhary wurde in Nepal geboren. Sie schildert in ihrem Buch ihre Kindheit und Jugend. Da ihre Familie in sehr armen Verhältnissen lebt, wurde sie schon als kleines Mädchen weggegeben und an eine reiche Familie verkauft, um dort als sogenannte Kamalari zu arbeiten.
Erst mit 17 Jahren gelang es ihr, der Sklaverei zu entkommen. Seither kann sie sich ihren größten Wunsch erfüllen: zur Schule gehen und lernen. Sie engagiert sich in einem Projekt für die Beendigung des Kamalari-Sytems in Nepal und möchte Rechtsanwältin werden.
EGr

Julia Albrecht und Corinna Ponto: Patentöchter; Im Schatten der RAF - ein Dialog
Corinna Ponto war 20, als ihr Vater der Bankier Jürgen Ponto 1977 von der RAF ermordet wurde; Julia Albrecht war 13, als ihre Schwester diese Tat ermöglichte. Die Eltern waren damals eng befreundet. Die Beiden haben nun nach 30 Jahren Kontakt aufgenommen und tauschen sich in Gesprächen und vor allem in Briefen über das Thema RAF aus. Was hat die damalige Zeit mit ihren Familien gemacht und wie können sie selbst damit umgehen.
EGr

Nadia Qani: Ich bin eine Deutsche aus Afghanistan - von der Drachenläuferin zur Unternehmerin
Nadia Qani wurde 1960 in Afghanistan geboren. Nach einer Kindheit, Jugend und Schulzeit mit vielen Höhen und Tiefen, musste sie 1980 aus ihrer Heimat fliehen. Damals war sie schon verheiratet und folgte ihrem Mann nach Frankfurt. Hier muss sie ganz von vorne anfangen, bekommt zwei Söhne, arbeitet oft bis zum Umfallen und macht sich schließlich selbständig. 2005 wurde sie "Frankfurterin des Jahres", 2009 erhielt sie das Bundesverdienstkreuz für ihre Verdienste um die Ausbildung und Integration von ausländischen Frauen. Eine spannende, wehmütige, aber auch optimistisch stimmende Biographie einer starken Frau.
EGr

Kuwana Haulsey: Der Engel von Harlem
Kuwana Haulsey hat die Biographie über die erste schwarze Ärztin in New York in Romanform geschrieben. Es gelingt ihr so, in eindringlicher und poetischer Weise das Leben einer faszinierenden Frau darzustellen.
Dr. May Edward Chinn lebte von 1896 bis 1980. Aus einer schwierigen und armen Kindheit heraus schaffte es May Chinn zwar nicht, ihren Traum zu verwirklichen und Pianistin zu werden; dafür gelang es ihr, über viele Hindernisse hinweg, Medizin zu studieren und in ihrer medizinischen Laufbahn eine der führenden Spezialistinnen für Krebsfrüherkennung zu werden. Insbesondere setzte sie sich für die Ärmsten der Armen ein, die kein Geld für eine medizinische Versorgung hatten.
EGr

Jessica Watson: Solo mit Pink Lady - mit 16 die Welt erobert
Jessica Watson erzählt, wie sie Einhand und ohne Zwischenstopp mit ihrer Yacht die Welt umsegelt hat und sich ihren großen Traum erfüllt hat. Am 18. Oktober 2009 ist sie in Sidney gestartet, wo sie nach 210 Tagen auch wieder wohlbehalten angekommen ist. Sie wurde viel kritisiert, weil sie für dieses Abenteuer zu jung sei. Wenn man allerdings ihr Buch liest, hat man den Eindruck, dass sie eine sehr selbstbewusste und rational denkende junge Frau ist, die dieser Herausforderung genauso gewachsen war, wie ein älterer Mensch.
http://www.jessicawatson.com.au/
EGr

Arno Stocker: Der Klavierflüsterer - die wahre Geschichte eines unwahrscheinlichen Lebens
Die bewegende Autobiografie des Klavierstimmers und Klavierbauers Arno Stocker entstand auf der Grundlage eines Films gleichen Titels der Reihe "Lebenslinien" beim Bayerischen Rundfunk. Arno Stocker ist seit seiner Geburt 1956 spastisch behindert. Auf der Bühne singen oder Klavier spielen schien für ihn unerreichbar. Heute ist er ein international renommierter Klavierstimmer und Restaurator. Er ging bei namhaften Klavierbauern in die Lehre und besuchte auf Einladung von Maria Callas die Juilliard School of Music in New York. Seine erstaunliche Lebensgeschichte erzählt von der Macht der Musik und der Träume.
Br

Walter Kohl: Leben oder gelebt werden
Teilweise beklemmend, aber immer fair erzählt Walter Kohl, der Sohn des Alt-Bundeskanzlers Helmut Kohl autobiographisch die Geschichte seiner „Befreiung“ aus einem Leben, das stets als „der Sohn vom Kohl“ gelebt wurde. Walter Kohl gelingt es seine ganz persönliche Geschichte so berührend zu erzählen, dass sich der Leser nie in einer Voyeursposition befindet. Seine Herangehensweise für dieses Buch hat er sehr lesenswert umgesetzt: „Ich will ehrlich sein, aber nicht verletzend. Ich will die Karten auf den Tisch legen, aber nicht nachkarten.“
Ergänzend zu dieser Neuerscheinungen kann man das im Stil so ganz andere Buch von Lars Brandt über seinen Vater Willy Brandt lesen, es trägt den Titel „Andenken“.
SDe

Angelika Overath: Alle Farben des Schnees
Die Schriftstellerin Angelika Overath verbringt ihren Urlaub sehr oft im Engadin und fühlt sich dort immer sehr wohl. Eines Tages beschliessen sie und ihr Mann Manfred sich fest im Unterengadin im Ort Sent niederzulassen. Die beiden älteren Kinder sind schon aus dem Haus, der kleine Sohn zieht mit von Tübingen nach Sent.
In tagebuchartigen Notizen und Gedanken beschreibt Angelika Overath ein Jahr ihres neuen Lebens im Engadin. Sent liegt auf 1450 Meter; die Winter sind lang. Die Familie integriert sich sehr gut in der Dorfgemeinschaft; Schwierigkeiten ergeben sich vor allem durch das Rätoromanische. Der kleine Sohn Matthias tut sich in der Schule und mit seinen neuen Freunden sehr leicht, die Sprache zu erlenen. Die Erwachsenen haben es damit um einiges schwerer.
EGr

Irina André-Lang: Kap meiner Hoffnung - als Kinderärztin in Südafrika
Die Kinderärztin Irina André-Lang erzählt von den schwierigen und bedrückenden Verhältnissen, die in Südafrika im Gesundheitswesen vorherrschen. Von 1998 bis 2005 hat sie als Kinderärztin in verschiedenen Krankenhäusern gearbeitet. Sie erzählt von der schwierigen Arbeit, die die Ärzte und Krankenschwestern oft bis zur totalen Erschöpfung bringt.
Auch privat hat sie ein sehr aufreibendes Leben. In ihrer Jugend engagiert sie sich für die Anti-Apartheid-Bewegung und hegt für Südafrika schon immer eine große Vorliebe. Schon im Alter von 28 Jahren wurde sie unter sehr belastenden Umständen Witwe. Anschließend beschließt sie nach Südafrika zu gehen und dort als Ärztin zu arbeiten. Nach vielen Jahren hat sie ihren zweiten Mann kennengelernt, mit dem sie jetzt in Südafrika lebt. Eine Krebserkrankung bedeutet einen weiteren gravierenden Einschnitt in ihrem Leben. Sie arbeitet nun nicht mehr als Ärztin, kümmert sich jedoch intensiv um Hilfspojekte in Südafrika und Lesotho.
EGr

Martin Hecht: Lieber Jakob - Brief an einen Sohn über das Leben und Sterben seiner Mutter
In tagebuchähnlichen Notizen hält Martin Hecht die letzte gemeinsame Zeit mit seiner schwer kranken Frau fest. Es entsteht ein langer Brief an seinen heute neun Jahre alten Sohn mit einfühlsamen Erzählungen über gemeinsames Glück, unbeschwerte Reisen und die Angst, Verzweiflung und das Abschiednehmen. Zugleich ist das Buch auch eine Hommage an das Leben, das trotz des Unbegreiflichen weitergeht, ganz besonders wenn man ein Kind ist.
SDe

Werner Schmidbauer: Gipfeltreffen 4 - Gespräche in den Bergen
Werner Schmidbauer hat nun zu seiner Sendung des Bayerischen Rundfunks bereits das 4. Buch herausgegeben. Er macht mit seinen prominenten Gästen Wanderungen oder auch größere Bergtouren und kommt dabei mit ihnen viel besser ins Gespräch, als dies in einem Fernsehstudio möglich wäre.
Diesmal ist er u.a. mit Sepp Daxenberger, Monika Gruber, Claus Hipp, Reinhold Messner, Michael Fitz, Rosi Mittermaier und Martina Schwarzmann unterwegs. Für jede Wanderung gibt es auch eine ausführliche Beschreibung mit Kartenmaterial und Einkehrmöglichkeiten.
EGr

Sineb El Masrar: Muslim Girls - wer wir sind, wie wir leben
Sineb El Masrar wuchs als Tochter marokkanischer Eltern in Niedersachsen auf und lebt heute in Berlin. Sie ist Gründerin und Herausgeberin der Zeitschrift "Gazelle", ein multikulturelles Frauenmagazin. In ihrem ersten Buch räumt sie mit den gängigen Klischees über junge Muslime in Deutschland gründlich auf. Sie stellt muslimische Frauen vor und gibt den nicht-muslimischen Leserinnen und Lesern Einblicke in deren Lebensrealität. „Muslim Girls sind in unserer Gesellschaft längst angekommen - als unabhängige, selbstbewusste, erfolgreiche Frauen.“ Ein sehr informatives, aktuelles und flott geschriebenes Buch.
Br

Tim Parks: Die Kunst Stillzusitzen - ein Skeptiker auf der Suche nach Gesundheit und Heilung
Der englische Schriftsteller Tim Parks lebt schon seit 1981 zusammen mit seiner Frau in Italien. Sein neuestes Buch ist kein Roman, sondern ein Bericht über seine eigenen gesundheitlichen Probleme. Er selbst schreibt dazu: "Als die Schulmedizin und ich uns schon gegenseitig aufgegeben hatten und ich mich zu lebenslänglichen chronischen Schmerzen verurteilt sah, wurde mir ein wundersamer Ausweg gezeigt: Stillsitzen lautete die Empfehlung, und atmen. Ich saß still. Ich atmete. Am Anfang war das ermüdend, ziemlich schmerzhaft und ohne unmittelbare Wirkung. Aber mit der Zeit wurde es so aufregend und bescherte mir so enorme körperliche und geistige Veränderungen, dass ich anfing, meine Krankheit als Glücksfall zu betrachten."
http://tim-parks.com/?lang=de
EGr

Boris Grundl: Steh auf! - Bekenntnisse eines Optimisten
Boris Grundl war Sportstudent und aktiver erfolgreicher Tennisspieler, als er sich im Urlaub so schwer verletzte, dass er seither querschnittgelähmt ist und im Rollstuhl sitzt.
Nach seinem Unfall hat er nach einer sehr harten Zeit sein Sportstudium beeendet, dann als Vertreter für Rollstühle gearbeitet und letztendlich hat er seine Berufung gefunden und ist Berater und Motivationstrainer geworden. Seine Thesen "Gewinnen statt siegen" oder "Disziplin, Demut und Dankbarkeit" führen zu den Fragen, die sich jeder stellen sollte: "Was wünschen Sie sich später getan zu haben - für andere?" Ein sehr optimistisches Buch, an dem sich jeder Nörgler und Pessimist ein Beispiel nehmen kann.
EGr

Alois Prinz: Rebellische Söhne
Alois Prinz hat bereits mehrere Bücher über interessante Persönlichkeiten geschrieben, z.B. über Hermann Hesse, Hannah Arendt, Ulrike Meinhof und zuletzt über Apostel Paulus. In diesem Buch beschäftigt er sich jetzt mit den oft schwierigen Beziehungen zwischen Vätern und ihren Söhnen. Die Lebensgeschichten von Hermann Hesse, Bernward Vesper, Franz von Assisi, Martin Luther, Franz Kafka, Klaus Mann, Michael Ende und ihren Vätern zeigen, wie schwierig es für beide Seiten oft ist, miteinander angemessen umzugehen. Die Sehnsucht der Kinder nach Anerkennung und Liebe wird allzuoft nicht erfüllt.
EGr

Ronald Reng: Robert Enke - ein allzu kurzes Leben
Ronald Reng hat über seinen Freund eine sehr einfühlsame Biographie geschrieben. Die Beiden wollten dieses Buch eigentlich gemeinsam schreiben; deshalb waren von Robert Enke bereits viele Aufzeichnungen und Tagebucheintragungen vorhanden. So bekommt der Leser ein sehr realistisches und nachvollziehbares Bild vom Leben des sensiblen Torwarts. Robert Enke war den extremen Anforderungen des Profisports nicht gewachsen. Leider konnte er sich von dem Druck der durch die Journalisten und durch die Öffentlichkeit aufgebaut wurde nicht befreien. Seine Depressionen endeten am 10. November 2009 mit seinem Selbstmord.
Robert-Enke-Stiftung
EGr

Christian Signol: Marie des Brebis - Der reiche Klang des einfachen Lebens
Marie wurde 1901 in der französischen Provinz Quercy geboren und von ihrer Mutter ausgesetzt. Der Schafhirte Johannes fand das kleine Mädchen und kümmerte sich wie ein Vater um sie. Das Bauernpaar Alexis und Augustine nahmen die Beiden auf und gaben Marie eine behütete, aber arme Kindheit. Sie ermöglichten ihr sogar den Schlubesuch. Marie wurde ein glücklicher und überaus dankbarer Mensch. Sie lernte ihren Mann Florentin kennen, mit dem sie sich ein einfaches aber zufriedenes und erfülltes Leben aufbaute. Sie bekam 3 Kinder und mehrere Enkelkinder und Urenkel. Viele Schicksalsschläge meisterte sie mit unerschütterlichem Gottvertrauen.
Christian Signol hat ihre Erinnerungen mit viel Gespür aufgeschrieben. Die Beiden haben damit dem Leser ein äußerst schönes Buch geschenkt.
EGr

Melda Akbas: So wie ich will
Melda Akbas wurde 1991 geboren; sie ist Deutsch-Türkin, lebt in Berlin und besucht dort das Gymnasium. Sie hat einen sehr eigenwilligen Kopf und erzählt von ihrem Leben "zwischen Moschee und Minirock". Sie engagiert sich als Schülersprecherin und geht immer ihren eigenen Weg, auch wenn dieser nicht immer der einfachste ist. Sie versucht eine Balance zwischen den westlichen Werten, ihren eigenen Einstellungen und der Familientradition ihrer türkischen Eltern und Großfamilie zu finden und eckt damit natürlich immer wieder an.
EGr

Dörte Schipper: Den Tagen mehr Leben geben
Ruprecht Schmidt, der ehemalige Sternekoch eines Nobelrestaurants kocht jetzt im Hamburger Hospiz Leuchtfeuer. Er weiß, was Genuss auch in den letzten Tagen des Lebens bedeutet: „Essen heißt, ich lebe noch!" Die Fernsehjournalistin Dörte Schipper hat ein überraschendes Buch über das Sterben und die Geheimnisse eines erfüllten Lebens geschrieben. Das anrührende Buch wird getragen vom Leitspruch des Hospizes Leuchtfeuer: „Wir können dem Leben nicht mehr Tage geben, aber den Tagen mehr Leben“.
SDe

Claire Hake: Mein geteiltes Herz
Claire Hake hat in ihren letzen Lebensjahren ihre Erinnerungen aufgeschrieben: eine große Liebe zwischen Sumatra, Shanghai und Deutschland. Ihre Enkelin Nicoline Hake hat die Originaltexte kommentiert und ergänzt, so dass die Zusammenhänge klarer werden.
Claire, eine junge Schweizerin, reist nach ihrer Schulzeit nach Sumatra, in eine holländische Kolonie und lernt dort den jungen Deutschen Gustav Hake kennen. Sie verlieben sich, heiraten und führen als Pflanzerehepaar ein unruhiges, aber zufriedenes Leben. Doch dann beginnt in Europa der 2. Weltkrieg und die Auswirkungen sind auch in der Ferne stark zu spüren. Die beiden Ehepartner werden getrennt, inhaftiert und finden erst sieben Jahre später wieder zueinander. Aber auch dann sind die Schwierigkeiten noch nicht überstanden.
EGr

Rupert Voß: Herzschlag - Mein Engagement für Menschlichkeit
Mehrfach ausgezeichnet und bekannt geworden ist Rupert Voß durch sein alternatives Jugendhilfeprojekt "Work and Box Company", das jugendlichen Serienstraftätern erfolgreich eine Integration in Arbeit und Gesellschaft ermöglicht. Daneben ist er Schreinermeister, Unternehmensberater, Sozialtherapeut und Vater von sechs Kindern. In diesem Buch nimmt er den Leser mit auf eine Reise durch sein Leben und veranschaulicht, wie Kindheitsbedingungen und Krisensituationen ihn letztlich zu dem geführt haben, was er heute macht und schafft. Eine sehr offene, erstaunliche Biografie, die durch ihre Erkenntnisse berührt und den Leser auffordert, sich mutig mit seinem eigenen Leben auseinanderzusetzen - für sich, seine eigenen Ziele, seine Zukunft und unsere Gesellschaft! "Wir alle können weit mehr, als wir glauben. Wir müssen uns nur dafür entscheiden."
BGr

Master Han-Shan: Wer loslässt hat zwei Hände frei
Mein Weg vom Manager zum Mönch
Diese Biografie erzählt den Lebensweg von Master Han-Shan alias Hermann Ricker, geboren in Hessen. Mit dreiundzwanzig Jahren wandert er nach Singapur aus im Zuge der Produktionsauslagerung seiner Firma, lernt die asiatische Lebensweise kennen und lieben und wird mit der Verbindung von Ost und West ein sehr erfolgreicher, zufriedener Geschäftsführer, später seiner eigenen Firma. Ein Unfall, den er trotz Totalschadens des Autos unbeschadet übersteht, rückt die Fragen nach Sinn und Glück im Leben in den Vordergrund. Er verschenkt alles Hab und Gut und begibt sich als Mönch auf eine Insel und den Weg der (Selbst-)Erkenntnis... interessant und leicht zu lesen, mutig und eine eindeutige Aufforderung loszulassen, um so dem Fluss des Lebens Raum zu geben.
BGr

Louise Jacobs: Café Heimat - die Geschichte meiner Familie
Ein Morgen ohne Kaffee! Für viele ein Graus. Er gehört zum Start in den Tag einfach dazu. Und er hat Geschichte.
Eine davon hat Louise Jacobs geschrieben. Als Urenkelin des Erfinders von Jacobs- Kaffee begibt sie sich auf die Suche nach der Geschichte ihrer Familie. Dabei stößt sie auf Schicksale, starke und beeindruckende Persönlichkeiten, geprägt von der Verfolgung der Juden im Dritten Reich, der Flucht aus Deutschland, dem Versuch nach einem Neuanfang in der Fremde. Sie findet und befragt Menschen in allen Teilen der Welt nach ihren Erlebnissen und Erinnerungen und lässt so die Vergangenheit ihrer Familie auf erfrischende Weise lebendig werden. „Café Heimat- Die Geschichte meiner Famile“ ist eine Familensaga, die nachdenklich macht und das Lesen wirklich lohnt.
Schu

Henning Scherf: Gemeinsam statt einsam - meine Erfahrung für die Zukunft
Der frühere Bürgermeister von Bremen hat wieder ein sehr persönliches und überzeugendes Buch zum Thema Solidarität in der Gesellschaft in den verschiedenen Lebensbereichen geschrieben. Er plädiert sowohl regional als auch global für eine bewusste und humane Solidarität der Menschen untereinander.
"Solidarisch sein heißt pragmatisch sein, praktisch zu denken und zu handeln."
Zum Thema Arbeit und Gesellschaft sagt er: "Wir haben per Saldo damit ein Heer von Arbeitslosen, die darunter leiden, dass sie nichts zu tun haben und krank werden - und wir haben ein Heer von Menschen, die zu viel Arbeit haben und darunter leiden und auch krank werden"
Und noch ein paar Statements:
"Reden ist Silber, Tun ist Gold."
"Letztlich ist der Sozialstaat nichts anderes, als die politisch organisierte Solidarität der Bürger in diesem Land."
"Bürger sein fängt beim Wählen an und hört beim Spenden für karitative Zwecke noch lange nicht auf."
EGr

Allan Philps und John Lahutsky: Wolkengänger - die wahre Geschichte eines russischen Waisenkindes
Wanja kommt als Sohn einer Alkoholikerin mit viel zu geringem Körpergewicht und sehr schlechten Lebensprognosen in Moskau auf die Welt. Er wird in ein Waisenhaus abgeschoben, wo er in desolaten Zuständen lebt. Dreck, schlechteste Ernährung und keinerlei menschliche, ärztliche oder therapeutische Zuwendung sind hier und in anderen Waisenhäusern, Babyhäusern und sogenannten Internaten die Regel. Die körperlich oder geistig behinderten Kinder werden alle über einen Kamm geschoren und ihrem Schicksal überlassen.
Es ist unbeschreiblich und unmenschlich wie desinteressiert sämtliche zuständigen Stellen und Personen sich gegenüber hilflosen Menschen verhalten.
Nur mit ganz viel Glück, Überlebenswillen und Ehrgeiz gelingt es Wanja diesen furchtbaren Umständen zu entfliehen.
Heute lebt er als John Lahutsky bei seiner Adoptivmutter in Pennsylvania und besucht die Highschool.
http://www.johnlahutsky.com/
EGr

Patti Smith: Just Kids. Die Geschichte einer Freundschaft
Mit diesem Buch erinnert Patti Smith an ihren Freund, den weltberühmten Fotografen Robert Mapplethorpe und sie lässt die New Yorker Kunstszene der sechziger und siebziger Jahre des 20. Jahrhunderts lebendig werden. Als Patti Smith und Robert M. sich kennenlernen sind beide auf der Suche nach ihrer eigen künstlerischen Identität. Sie ziehen zeitweise ins legendäre Chelsea Hotel und treffen auf viele Größen der Beat Generation wie Janis Joplin, Allen Ginsberg und William S. Burroughs. Humorvoll schildert Smith auch den Versuch, in den Inner Circle um den von ihnen bewunderten Andy Warhol vorzudringen - was ihnen schließlich auch gelingt. Diese liebevolle Doppelbiografie zweier Seelenverwandter ist eine interessante Lektüre, nicht nur für Fans der legendären Rockpoetin Patti Smith .
Fl

Royston Maldoom Tanz um dein Leben
Die Autobiografie „Tanz um dein Leben“ beschreibt sehr lebendig das Leben eines charismatischen und außergewöhnlichen Mannes. Als 22jähriger Landwirt sieht er zufällig im Fernsehen Nurejew und spürt, dass er tanzen muss. Der englische Tänzer und Choreograph Royston Maldoom ist vor allem durch den Film "Rhythm is it" über ein Tanzprojekt mit den Berliner Philharmonikern und Schülern verschiedener Berliner Schulen bekannt geworden. Der Film hat mich sehr beeindruckt und ist ebenso empfehlenswert wie das Buch.
Br

Miriam Meckel: Brief an mein Leben - Erfahrungen mit einem Burnout
Miriam Meckel ist Kommunikationsexpertin, Professorin und gefragte Rednerin bei diversen Veranstaltungen. Obwohl sie "vom Fach" ist, passiert es ihr selbst, dass sie sich mit ihrer Arbeit und ihrem Aktionismus selbst überfordert und ihr Körper eines Tages rebelliert. Nach einem Burnout hält sich Miriam Meckel in einer Klinik im Allgäu auf. Neben der Therapie versucht sie schreibend ihre Probleme zu ergründen und fasst ihre Gedanken in ihrem "Brief an mein Leben" zusammen.
EGr

Nicole Mtawa: Sternendiebe - mein Leben in Afrika
Nicole Mtawa wurde 1979 in Schwäbisch Gmünd geboren und bereiste über längere Zeit Australien, Indien und Afrika. In Tansania lernt sie den drogenabhängigen und an Tuberkulose erkrankten Juma kennen - und verliebt sich in ihn. Sie erzählt von ihrem zähen Kampf, Juma von den Drogen wegzubringen, weg von seinem Leben auf der Straße, in dem Gewalt und Diebstahl zum Alltag gehören. Die beiden haben geheiratet und heute lebt sie mit ihm in einem eigenen Häuschen in Dar es Salaam. Durch Kühe hüten in Österreich und Saisonjobs in Italien finanzieren Nicole und Juma ihre Projekte für notleidende Kinder und Jugendliche in Afrika.
http://www.sternendiebe.com/

Barbara Schaefer: Das Mädchen, das gehen wollte
von Berlin zu Fuß in die Alpen
Katja, die beste Freundin von Barbara Schaefer ist am Dachstein tödlich verunglückt. Um dieses für die Autorin so große Drama zu verarbeiten, beschließt sie, zu Fuß von Berlin bis zu den Alpen zu wandern. Schon immer konnte sie beim Gehen am besten abschalten und zur Ruhe kommen. Sechs Wochen lang läuft sie 30 bis 40 Kilometer am Tag über Dresden und durch Böhmen nach Prag und weiter in Richtung Österreich.
Barbara Schaefer hat nach ihrer Redakteursausbildung Theaterwissenschaft und Germanistik in München, Bologna und Perugia studiert. Die freie Autorin lebt in Berlin und bereist die Welt.
EGr

Fabrizio Gatti: Bilal – als Illegaler auf dem Weg nach Europa
Fabrizio Gatti, Chefreporter beim italienischen Magazin "L‘espresso“", tarnte sich als kurdischer Flüchtling Bilal und mischte sich unter die Migranten, die als Illegale von Dakar durch die Sahara bis nach Lampedusa reisen. Wie fühlt es sich an, illegal zu sein? Die glänzende Analyse des Journalisten begnügt sich nicht damit, das Drama zu schildern, sondern Gatti appelliert mit seinen Fragen an unsere Verantwortung.
SDe

Tanja Fuchs-Hemstede: Tod, wir kennen Deinen Stachel
Die Familie Hemstede ist eine ganz normale Familie mit drei Kindern, als plötzlich das Unfaßbare geschieht: bei ihrem 11jährigen Sohn Jonas wird ein inoperabler Hirntumor diagnostiziert. Mit welcher Offenheit und Ehrlichkeit die Familie mit der Krankheit, dem Sterben und dem Tod ihres Sohnes umgeht und wie es ihr gelingt, dem Ganzen mit Kraft und Mut zu begegnen, davon zeugt dieses Buch in persönlichen Briefen und Erfahrungsberichten aller Familienmitglieder. Ihr Zusammenhalt und die liebevolle Unterstützung von außen ermöglichen Jonas ein würdevolles und reiches Leben bis zum Schluß (und darüber hinaus). Eine traurige, sehr berührende, aber auch Mut und Hoffnung machende Geschichte, auf die es sich einzulassen lohnt!
BGr

Florian Sitzmann: Der halbe Mann - dem Leben Beine machen
Florian Sitzmann hat mit 16 Jahren bei einem schweren Unfall seine Beine verloren und hat sich dann mit viel Energie und Optimismus ins normale Leben zurückgekämpft. Er macht eine kaufmännische Ausbildung, wird Leistungssportler im Handbiken und genießt das Leben in vollen Zügen. Mit dieser positiven Einstellung ist er ein tolles Vorbild für alle die mit einem Schicksalsschlag hadern.
http://www.dersitzmann.de/
EGr

Sarah Neef: Im Rhythmus der Stille - wie ich mir die Welt der Hörenden eroberte
Die 27jährige Sarah Neef erzählt, wie sie lernt mit ihrer Gehörlosigkeit umzugehen. Sie verlor bei ihrer Geburt ihr Hörvermögen, wurde aber von ihren Eltern immer unterstützt und gefördert, damit sie ihren adäquaten Platz in der Welt der Hörenden finden konnte. Sarah Neef gibt ein faszinierendes Beispiel, wie man es trotz schwieriger Umstände schafft, sein Leben zu leben, wenn man nur in der Lage ist, sein Schicksal zu akzeptieren.
Zielbewusst und mit extremer Energie und einem starken Willen hat sie immer erreicht, was sie sich vorgenommen hat - selbst wenn ihr von ihren Mitmenschen oft auch bösartig Steine in den Weg gelegt wurden. Abitur, 4 Fremdsprachen, Tanzausbildung und vor allem auch das Studium der Psychologie haben ihr sehr viel abverlangt.
Sarah Neef erzählt von ihrer Kindheit, von ihrer Schulzeit und von der Faszination, die das Tanzen bei ihr ausgelöst hat. Sie öffnet mit diesem Buch ihren hörenden Mitmenschen die Augen, wie man mit Respekt und Fairness miteinander umgehen kann.
EGr

Majella Lenzen: Das möge Gott verhüten - warum ich keine Nonne mehr sein kann
Majella Lenzen trat 1953 im Alter von 15 Jahren in den Orden ein und wurde als Sr. M. Lauda im Jahr 1960 als Missionarin nach Nairobi in Kenia gesandt und zur Krankenschwester ausgebildet. Eine weitere Station war Turiani im Nordwesten von Tansania; hier hatte sie 18 Jahre lang die Leitung des Buschkrankenhauses inne. 1982 übernahm sie die Leitung der Ordensprovinz in Simbabwe. 1990 bekam sie eine Stelle als Aidskoordinatorin der Diözese Moshi, eine von HIV stark betroffene Krisenregion .
In den 33 Jahren ihres Aufenthalts in Afrika hatte sie immer wieder Zweifel am Sinn der rigiden Missionspraxis und den verkrusteten Strukturen der Ordensgemeinschaft, die mit den tatsächlichen Arbeitsbedingungen nicht zu vereinbaren waren. Nach einem Konflikt mit dem Ortsbischof und der Ordensleitung wurde ihr mitgeteilt, dass der Bischof ihren Arbeitsvertrag als Aidskoordinatorin nicht verlängern würde und der Orden keine weitere Verwendung mehr für sie habe.
Sr. Lauda kehrte nach Deutschland zurück, wurde 1994 aus dem Orden entlassen und 1995 auf eigenen Wunsch von ihren Gelübden entbunden; eine notwendige Voraussetzung zur Klärung ihrer Rentenansprüche.
EGr

Clara Rojas: Ich überlebte für meinen Sohn
Die Kolumbianerin Clara Rojas, Rechtsanwältin, Politikerin und Wahlkampfhelferin und Freundin von Ingrid Betancourt wurde am 23. Februar 2002 gemeinsam mit ihr von Guerilleros der FARC gefangen genommen und in den Dschungel verschleppt. Von diesen 2147 Tagen berichtet sie in diesem Buch. 2147 lange Tage, die sie in Einsamkeit, Ungewissheit und Verzweiflung unter unmenschlichen Bedingungen verbringen muss. In Gefangenschaft bringt sie auch ihren Sohn Emanuel zur Welt. Sie berichtet von den Repressalien, von den Schwierigkeiten mit den Mitgefangenen und von der Entfremdung zwischen ihr und Ingrid Betancourt.
EGr

Marie-Sophie Lobkowicz: Ich werde da sein, wenn Du stirbst
Marie-Sophie Lobkowicz ist Studentin in Wien und lernt einen Mann kennen, in den sie sich sehr schnell verliebt. Leider ist den beiden nur eine kurze - allerdings sehr intensive - gemeinsame Zeit vergönnt. Conte, wie Constantin genannt wird, hat Leberkrebs und kämpft um sein Leben. Ein sehr einfühlsames und ehrliches Buch!
EGr

Friederun Pleterski: Ein Haus in Dalmatien
Die österreichische Journalistin und Sachbuchautorin Friederun Pleterski hat ihren Traum vom Leben am Meer verwirklicht. Sie berichtet in ihrem Buch "Ein Haus in Dalmatien", wie sie auf der Suche nach ihrem Traumhaus, auf der kleinen Insel Olib fündig geworden ist. Sie kauft dort ein großes leerstehendes Steinhaus, lässt es renovieren und hat nun viel von ihrem Leben mit den Einheimischen zu erzählen.
EGr

Helga Maria Finsterwalder: Der weite Weg zur Liebe
Helga Maria Finsterwalder wohnt in Rimsting, hat bereits ein Kochbuch geschrieben und hat jetzt ein Buch mit dem Untertitel "Lebensschule, Kochen, Fraueninsel" herausgebracht. Herrliche und einfache Rezepte von der Fraueninsel vermischt sie mit Lebensweisheiten, Berichten aus ihrer Kindheit und vor allem schwärmt sie von Ihrem Lieblingsort, von der Fraueninsel im Chiemsee.
EGr

Die Jahre sind mein Lebensglück - Schriftsteller über das Alter
Herausgegeben von Rainer Wieland und Petra Müller
Berühmte Autoren von Simone de Beauvoir bis John Updike erfahren wie wir die Herausforderung des Älterwerdens, doch stellen sie sich ihr auf andere Weise. Die lebensnahen Beobachtungen der 17 Dichter und vor allem Dichterinnen in diesem Band amüsieren und regen an, über eine oft als schwierig empfundene Lebensphase nachzudenken und in dieser neue Möglichkeiten jenseits der konventionellen Ratgeber für Senioren zu entdecken. „Es mag viele Nachteile haben, alt zu sein. Es hat unvergleichlich größere Vorteile.“ Diesem Zitat von Elias Canetti auf der Buchrückseite ist absolut nichts zuzufügen.
Br

Helmut Zißler: Irgendwie nach Santiago
Helmut Zißler lebt in Eggstätt und erfüllt sich mit 69 Jahren einen großen Traum. Er geht zu Fuß vom Chiemsee nach Santiago de Compostela. Zuerst Richtung Bodensee, dann durch die Schweiz, Frankreich und Spanien; so erreicht er nach 100 Tagen und 2600 km sein Ziel. Er hat unterwegs Tagebuch geführt und schreibt seine Erlebnisse, Begegnungen, seine Gedanken und Gefühle nieder. Sein Motto: "Nur wenn ich nicht plane und mir die Kilometer vor oder hinter mir egal sind, habe ich keinen Stress , und nur so erlebe ich die totale Freiheit."
EGr

Wolfgang Prosinger: Tanner geht. Sterbehilfe – Ein Mann plant seinen Tod
Was bedeutet der Entschluss, selbst den Zeitpunkt seines Todes zu wählen? Wie fühlt es sich an, bewusst diesen Schritt zu gehen, seine letzten Dinge zu ordnen und sich von seinen Liebsten zu verabschieden. Der Journalist und Buchautor Wolfgang Poschinger hat den 51jährigen Ulrich Tanner auf diesem Weg begleitet und eine sehr bewegende Reportage geschrieben. Sensibel, intim und zu Herzen gehend, aber nie wertend – eines der besten Bücher zum Thema.
Del

Isabella Müller: Phönixtochter
Isabella Müller wurde 1964 als Tochter einer Vietnamesin und eines Franzosen in Tours in Frankreich geboren. Sie verlebte eine schwierige Kindheit in einer armen ausgegrenzten und kinderreichen Familie. Heute ist sie mit einem Deutschen verheiratet und hat selbst 2 Töchter. Aus dieser Sicht blickt sie auf ihre desolate Kindheit und Jugend zurück. Von ihrer lebenstüchtigen und energischen Mutter hat sie den eisernen Willen geerbt, sich immer wieder durchzusetzen und nicht mutlos zu werden.
EGr

Arthur Pahl: Verschlungene Wege
Der Untertitel dieses Buches lautet "Wahre Geschichten von Pilgern und Gottsuchern". Arthur Pahl erzählt Geschichten, die er auf seinen unzähligen Reisen als Reiseleiter von amerikanischen Pilgergruppen erlebt.
Er selbst ist nach einem unsteten und aufregenden Leben mit 45 Jahren enttäuscht und frustriert nach Deutschland zurückgekehrt. Er lebte dann ein Jahr in einer einsamen Holzhütte in Kanada. Anschließend wurde ihm von einem amerikanischen Freund, der Pilgerreisen nach Europa veranstaltet, diese neue Arbeitsstelle angeboten. Hier lernt er viele interessante Menschen kennen und erzählt sehr spannend und humorvoll von den Schicksalen und Lebensentwürfen dieser Mitmenschen.
http://www.arthurspilgrims.com/index.php
EGr

Robert Huxley: Die Großen Naturforscher von Aristoteles bis Darwin
40 Naturforscher aus der Zeitspanne von der Antike bis zum Ende des 19. Jahrhunderts werden in diesem informativen wie optisch gelungenen Buch porträtiert. Der Leser erfährt Hintergründe zu Naturforschern, die bislang kaum bekannt waren. Das Buch zeigt auch, was für begnadete Künstler die Forscher und Gelehrten waren. Wunderschöne Zeichnungen und Graphiken aus dem Archiv des Natural History Museums in London machen das Buch zu einer ganz besonders ansprechenden Ausgabe, die ich sehr gern empfehle.
Br

Barack Obama: Ein amerikanischer Traum
Dieses Buch ist eine spannend zu lesende Autobiographie von Barack Obama. Er erzählt von seiner Kindheit und Jugend und von seiner weitverzweigten Familie. Väterlicherseits hat er drei ältere und drei jüngere Halbbrüder sowie eine Halbschwester namens Auma. Obama berichtet von seiner Zeit in Hawaii und Indonesien. Seine spärlichen Erinnerungen an seinen früh verstorbenen Vater versucht er bei einem Besuch in Kenia aufzufrischen.
EGr

Bruder Benno Kehl: Gott ist gratis, aber nicht umsonst
Der Franziskanermönch Bruder Benno erzählt von seinem bisherigen Lebensweg. Er lebt auf der Klosterinsel Werd bei Stein am Rhein. Er arbeitet als Seelsorger und Streetworker in der Züricher Drogenszene, betreibt dort sogenannte Gassenarbeit. Außerdem betreut er Entwicklungshilfeprojekte in der Dritten Welt.
http://www.benno.franziskaner-werd.ch/
http://www.franziskaner-werd.ch/
http://www.fraga.ch
EGr

Christine Haiden: Vielleicht bin ich ja ein Wunder
Für ihr Buch "Vielleicht bin ich ja ein Wunder" hat die Autorin Christine Haiden 15 Frauen und Männer besucht, die 100 Jahre und älter sind. In ihrem Buch mit einfühlsamen und informativen Interviews erzählen eigenwillige und liebenswürdige Menschen aus ihrem Leben. Dazu gehören u.a.: Alice Herz-Sommer, die noch Franz Kafka gekannt und mit ihrem Sohn Theresienstadt überlebt hat. Baron Lothar von Sternbach hatte als selbstbewusster Südtiroler 1941 die Option für Nazideutschland nicht unterschrieben. Renate Brausewetter war ein Stummfilmstar und Günther Schwab einer der ersten Naturschützer und Warda Bleser-Bircher war eine der ersten Frauen, die an der Uni Zürich als Geologin promovierten. Die Fotos von Petra Rainer ergänzen die bewegten Lebens- und Zeitgeschichten, die mich fasziniert haben. Man hat nicht sehr oft die Gelegenheit, über 100jährige Persönlichkeiten mit derartig aufregenden Lebenswegen zu lesen. Dieses Buch dürfte Menschen jeden Alters berühren. Ich empfehle es gerne weiter.
Br

Nuala Gardner: Ein Freund namens Henry
Nuala Gardner erzählt die Geschichte ihres Sohnes Dale. Er ist Autist und bringt seine Eltern an den Rand ihrer Kräfte. Erst als sie zufällig entdecken, dass Dale sehr positiv auf Hunde reagiert, bekommt die Familie ein neues Mitglied - einen Golden Retriever. Erst durch ihn wird Dale aus seiner Isolation befreit.
EGr

Midori: Einfach Midori
Auf Einladung von Zubin Mehta hatte die damals erst 11-jährige Midori ihr glanzvolles Debüt mit dem New York Philharmonic Orchestra gegeben. In ihrer außergewöhnlich offenen Autobiografie lässt sie die Zeit zwischen damals und ihrem heute 20-jährigen Bühnenerfolg Revue passieren. Die Weltklasse-Geigerin Midori hat eine schonungslose Autobiografie ihrer Wunderkind-Karriere geschrieben. Sie schreibt über Erfolg, Probleme ihrer Kinder- und Jugendzeit und Abgründe in ihrem jungen Musikstarleben. Midori zählt zu den großen Geigerinnen unserer Tage. Und doch hatte sie daran gedacht, ihre Konzertkarriere aufzugeben.
Neben der interessanten Autobiographie befinden sich die wichtigsten CDs der erfolgreichen Musikerin im Angebot der Bibliothek.
Br

Ute-Karen Seggelke: Vatertöchter Muttertöchter
"Ganz Vaters Tochter" oder "ganz die Mutter", wer hat das noch nicht gehört? Also ich bin eindeutig eine Vatertochter - und das obwohl ich meiner Mutter sehr nahe stehe.
Ute Karen Seggelke geht dieser Frage nach und porträtiert in achtundzwanzig Interviews und zahlreichen Fotos Töchter zwischen 21 und 57 Jahren, sowie deren Mütter oder Väter. Ganz offen berichten die Töchter, Mütter oder Väter aus ihrer jeweils eigenen Sicht über ihre Beziehungen zueinander. Aus der lockeren Mischung von flüssig geschriebenen Text und guter Fotografie entstand ein großformatiger Band, den man immer wieder gerne zur Hand nehmen wird.
Br

Jens Söring: Ein Tag im Leben des 179212
Jens Söring wird 1966 als Sohn eines deutschen Diplomaten in Thailand geboren. Die Familie zieht häufig um, bleibt aber in den USA, als Jens 11 Jahre alt wird. Nach der Schulzeit studiert er an der Universität in Virginia.
Seit 1986 sitzt Jens Söring für einen Doppelmord, den er aber wohl nicht begangen hat, im Gefängnis. Als "Alternative zum Selbstmord" beginnt Jens Bücher zu schreiben.
http://www.jenssoering.de/
EGr

Betül Licht: In meiner Not rief ich die Eule - eine junge Türkin in Deutschland
Fatma erinnert sich an die Geborgenheit ihrer Kindheit im türkischen Dorf, das folgende Martyrium bei einer boshaften Großmutter in Istanbul und die Düsternis ihrer Jugendjahre in Deutschland - zerrissen zwischen zwei Kulturen.
"Die Eltern jagten hinter einer Idee her, hatten den Blick für unsere Bedürfnisse verloren und entfernten sich unaufhaltsam von sich und uns. Wir wurden nur versorgt. Mit Essen und Kleidung. Alles andere fehlte."
EGr

Angie Sebrich: Nichts gesucht und viel gefunden
Angie Sebrich ist in Garmisch Partenkirchen aufgewachsen, hatte eine etwas widerspenstige Jugendzeit und hat nach dem Abitur in München Betriebswirtschaft studiert. Anschließend hat sie bei Antenne Bayern und bei MTV als Pressechefin gearbeitet und dort ein sehr spannendes Leben in der Medienwelt genossen.
Und dann ist ihr und ihrem Freund die Jugendherberge am Sudelfeld "zugeflogen"; sie hat ihr Leben von Grund auf umgekrempelt und gleichzeitig haben sich dann noch Zwillinge angemeldet.
Entsprechend flott ist dann auch dieses Buch geschrieben.
http://www.sudelfeld.jugendherberge.de/

Randy Pausch: Last Lecture - die Lehren meines Lebens
Randy Pausch, Jahrgang 1960, war Informatiker und unterrichtete an der Carnegie Mellon University in Pittsburgh. Im September 2006 wurde er mit der Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs mit sehr schlechten Heilungschancen konfrontiert. Am 18. September 2007 hielt er seine Abschiedsvorlesung: Es ging aber nicht um Sterben und Tod, sondern um seine Kindheitsträume und wie er sie verwirklicht hat. Er starb am 25. Juli 2008.
http://www.thelastlecture.com/
EGr

Maximilian Dorner: Mein Dämon ist ein Stubenhocker
Auch Maximilian Dorner ist Jahrgang 1973. Er studierte Dramaturgie, drehte Filme, produzierte Hörspiele und arbeitete als Theaterkritiker und Literaturlektor. 2007 erhielt er den Bayerischen Kunstförderpreis.
Maximilian Doerner hat Multiple Sklerose; in seinem Tagebuch schreibt er darüber, wie sich sein Leben mit der Krankheit Multiple Sklerose verändert hat und mit welchen Schwierigkeiten er zu kämpfen hat.
http://www.maxdorner.de/
EGr

Felix Bernhard: Dem eigenen Leben auf der Spur
Felix Bernhard wurde 1973 geboren und hatte kurz nach seinem Abitur einen schweren Motorradunfall; seitdem ist er querschnittgelähmt. Mit seinem Rollstuhl macht er sich von Sevilla ausgehend auf den Jakobsweg bis nach Santiago de Compostela auf. Wie er alleine auf sich gestellt diesen Weg bewältigt und viele Hindernisse überwindet – oft auch mit Hilfe anderer Pilger oder Einheimischer – erzählt er in diesem Buch.
http://www.felixbernhard.de/
EGr

Jean-Dominique Bauby: Schmetterling und Taucherglocke
Jean-Dominique Bauby - ein französischer Journalist - war Chefredakteur bei der Zeitschrift Elle. Er war 43 Jahre alt, als er am 8. Dezember 1995 einen Gehirnschlag erlitt. Das sogenannte Locked-in-Syndrom führte dazu, dass Bauby vollständig gelähmt war und sich nur noch mit dem Blinzeln eines Auges mit der Aussenwelt verständigen konnte.
In seinem Krankenzimmer diktierte er der Lektorin Claude Mendibil alles, was ihm durch den Kopf ging und was in bewegte. Mittels eines Spezialalphabets, das sich an der Häufigkeit der Vokale und Konsonanten im Französischen orientierte und durch das Blinzeln mit seinem Auge, wenn der richtige Buchstabe erreicht wurde, ist so ein kleines beeindruckendes Buch entstanden. Am 9. März 1997 starb Bauby an Herzversagen.
Das Buch ist bereits 1997 erschienen und wurde im Jahr 2007 verfilmt.
EGr

Tim Guénard: Boxerkind
Kaum vorstellbar, was man einem Kind alles antun kann und was ein Kind alles ertragen kann. In seinem ganzen Pech und mit seinen extrem schwierigen Voraussetzungen hat es Tim Guénard doch geschafft, ein zufriedener Mensch mit einem stabilen Leben zu werden.
Von seiner Mutter wird er mit 3 Jahren ausgesetzt; von seinem alkoholkranken Vater wird er mit 5 Jahren so geprügelt, dass er zweieinhalb Jahre im Krankenhaus verbringen muss. Anschließend beginnt eine Odyssee zwischen Erziehungsheimen, Pflegefamilien, Psychiatrie, Besserungsanstalten und dem Leben auf der Straße.
EGr

Tiziano Terzani: Das Ende ist mein Anfang
In den Wochen vor seinem Tod erzählt der 65jährige Journalist Tiziano Terzani seinem Sohn Folco in langen Gesprächen von seinem bewegten Leben und versucht ein Resümee zu ziehen. Sein Sterben hat er voll und ganz akzeptiert: "Der Anfang ist mein Ende, und das Ende ist mein Anfang."
Der Dialog dreht sich um Leben und Tod, um Hoffnung und Wiederkehr und über seine Reisen und sein Leben in Vietnam, China, Japan und Indien. Einer seiner Gedanken: "Der Mittelweg, immer. Zwischen Askese und Hedonismus gibt es immer den mittleren Weg. Man darf weder vom Genuss abhängen, noch sklavisch eine Idee von Größe verfolgen, die durch Askese zu erreichen wäre. Tatsächlich haben sich viele Mystiker im Grunde verirrt und in ihrer asketischen Entschlossenheit, Gott zu begegnen, fast den Verstand verloren."
EGr

Jacob Forsell: Astrid Lindgren - Bilder ihres Lebens
Astrid Lindgren hätte am 14. November 2007 ihren 100. Geburtstag gefeiert. In diesem Jubiläumsjahr hat Jacob Forsell diesen sehr umfangreichen Bildband herausgegeben. Jacob Forsell ist Fotograf und arbeitete lange für die Zeitung "Expressen"; er hat Astrid Lindgren oft fotografiert. Darüber hinaus sind in diesem Buch viele bislang unveröffentlichte Fotografien aus den privaten Alben Astrid Lindgrens zu sehen. Er schreibt dazu: "In der Fülle der Bilder zu stöbern, die es von Astrid Lindgren und ihrem Leben gibt, ist immer mein Traum gewesen.... Es ist ganz einfach die Lebensschilderung einer wunderbaren Frau, die sich gern und oft sichtlich amüsiert in allen möglichen Situationen hat fotografieren lassen"
EGr

Andreas Kieling: Bären, Lachse, wilde Wasser
Andreas Kieling wurde 1959 in Gotha geboren und floh mit 16 Jahren aus der DDR. Er hat als vielfach preisgekrönter Dokumentarfilmer bereits viele Teile der Erde bereist, z.B. Grönland und den Himalaya. Wenn er nicht gerade unterwegs ist, lebt er mit seiner Familie auf einem Bauernhof in der Eifel; er veröffentlicht in zahlreichen Zeitschriften wie Stern und Geo.
3200 Kilometer lang ist der Yukon River, die Lebensader Alaskas und Kanadas. Für Andreas Kieling und seine Familie wird die aufregende Reise von den Quellen bis zur Beringsee zu einer spannenden Erfahrung. Anfangs ist er mit seinem älteren Sohn unterwegs, dann alleine, im Sommer 6 Wochen mit seiner Frau und beiden Söhnen und abschließend, bis er die Beringsee erreicht, wieder alleine. Eine aufregende Erfahrung für den ambitionierten Tierfilmer.
EGr

Johannes Thiele: Romy Schneider
Johannes Thiele hat anlässlich des 25. Todestages von Romy Schneider einen Bildband herausgebracht, der ein umfassendes Bild der Schauspielerin, ihres privaten Lebens und ihrer Karriere entstehen lässt. Es macht Spaß, in diesem opulenten Werk zu blättern.
EGr

Liv Arnesen & Ann Bancroft: Nur den Horizont im Blick
Die Amerikanerin Ann Bancroft und die Norwegerin Liv Arnesen durchqueren als erste Frauen zu Fuß die Antarktis. 94 Tage lang sind sie mit 100 Kilo schweren Schlitten unterwegs. Beide waren als Kinder von den Berichten des Südpolarforschers Shackleton fasziniert und träumten von einer Antarktis-Durchquerung. Die Firma yourexpedition wird gegründet und übernimmt auf professionelle Art und Weise die wichtige Sponsorensuche und Medienarbeit. Vor allem Kindern und jungen Menschen wollen die beiden Frauen Mut machen und ihnen zeigen, dass man schaffen kann, was man sich zum Ziel gesetzt hat, wenn man es nur wirklich will.
http://www.yourexpedition.com/
EGr

Veronika Peters: Was in zwei Koffer passt - Klosterjahre
Nach einer schwierigen Kindheit geht Veronika Peters mit 21 Jahren in ein Kloster, um ihren Weg zu finden. Nicht so sehr religiöse Gründe treiben sie zu diesem Schritt; vielmehr ist sie auf der Suche nach einem tieferen Sinn jenseits ihres bürgerlichen Alltags. Bei ihren Freunden stößt sie auf tiefes Unverständnis; aber auch einigen Mitschwestern fällt es manchmal schwer, sie in ihrer Gemeinschaft aufzunehmen.
Fast 12 Jahre lebt sie im Kloster und lässt den Leser mit ihrem Buch an ihren Gedanken und Zweifeln, an ihren positiven und negativen Erlebnissen teilhaben.
EGr

Christiane Ritter: Eine Frau erlebt die Polarnacht
Dieses Buch von Christiane Ritter ist bereits 1938 zum ersten Mal erschienen; Christiane Ritter beschreibt, wie sie mit ihrem Mann und einem Freund auf Spitzbergen in vollkommener Einsamkeit überwintert. Im Nachwort zu ihrem Buch schreibt sie: "Die Arktis ist die Zone der Welt, wo der Himmel die Erde berührt. Nicht jeder erträgt das große Licht, nicht jeder die große Finsternis, nicht jeder die große Einsamkeit."
EGr

